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Datum: 24.07.2017     Serverzeit: 18:40:05     Zeige aktuellste Spieler online: 4 (+214 Gäste)

Moderne WM-Stadien und Fußballstadien


Im Jahr 2001 hatte das alte Gelsenkirchener ”Parkstadion„ ausgedient. Das weitläufige Rund mit seiner Laufbahn, das einstmals über 70.000 Schalker Zuschauern Platz bot, passte nicht mehr in die moderne Fußballzeit des 21. Jahrhunderts. Die englische Stadionbauweise, die sich durch hohe Tribünen, die bis an den Spielfeldrand reichen auszeichnet, hat sich durchgesetzt und ist auch in Deutschland populär geworden. So wurde das ehrwürdige Parkstadion durch die moderne ”Arena auf Schalke„ ersetzt, ein Stadion, in dem die Fans ei Heimspielen mit bis zu 61.673 anderen Zuschauern Siege von Schalke 04 feiern können.

Auch die Münchner Bayern waren nicht mehr einem der schönsten deutschen Stadien, dem Münchner Olympiastadion zufrieden, einer historischer Spielstädte, die 1974 zu den Olympischen Spielen in München bezugsfertig wurde. Wer kennt es nicht, das charakteristische Glasdach, das sich ästhetisch vom Olympiadorf kommend über das Olympiastadion wölbt? Es nutzte nichts, der FC Bayern München ist nunmehr in ein reines Fußballstadion, die Allianz Arena, in den Münchner Norden umgezogen. Paradoxerweise beklagen sich manche Fans in München über die schlechte Stimmung in der Arena, die aufgrund ihrer geschlossenen Bauart eigentlich die allerbeste Akustik bieten sollte. Die nachteilige Akustik des Leichtathletikstadions war eine der Hauptkritikpunkte am ”alten Olympiastadion„

Auch als reines Fußballstadion bekannt ist das Dortmunder Westfalenstadion, dass von Anfang an keine Laufbahn hatte und schon in den frühen siebziger Jahren in ”moderner Bauweise„ zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland, 1974, errichtet wurde. Das Westfalenstadion hatte anfangs eine Kapazität von 54.000 Zuschauern, die sich zwischenzeitlich auf 45.000 verringerte. In mehreren Ausbaustufen entwickelte Borussia Dormund bis zum Jahre 2003 das Westfalenstadion, das mittlerweile Signal Iduna Park heißt, zum größten deutschen Fußballstadion mit einem Fassungsvermögen von bis zu 83.000 Plätzen. Bekanntlich wurde Deutschland im Jahre 1974 unter Bundestrainer Helmut Schön zum 2.Mal Weltmeister. Der Bauanlass des Stadions hätte also nicht schöner für die deutsche Fußballnation gekrönt werden können, als mit der ”Copa Mundial„, der Weltmeistertrophäe. Im Weltmeisterteam von 74 spielten bekannte Größen wie Sepp Maier, Franz Beckenbauer oder auch der spätere Bundestrainer Berti Vogts, der als Trainer 1996 Europameister mit Deutschland wurde. Leader der Europameisterschaftsmannschaft von 94 war Matthias Sammer, alias ”Firehead„.

Der Weltmeistertitel von damals blieb anderen Nachfolgern verwehrt. Jupp Derwall scheitere 1982 im WM Finale mit 3:1 gegen Italien, ebenso wie ihm, blieb auch Jürgen Klinsmann diese Titelehre verwehrt, der als Bundestrainer bei der WM-2006 in Deutschland antrat, um die Kicker mit dem Bundesadler auf der Brust nach dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft 2002 in Korea und Japan, wieder zum Weltmeister zu machen. Im Traumsommer der WM 2006 scheiterte er im Halbfinale ebenfalls gegen Italien und schied in der Verlängerung unglücklich aus. Das Endspiel fand ohne deutsche Beteiligung im Olympiastadion von Berlin statt. Weltmeister wurde bekanntlich Italien, das durch seinen 1:0 Sieg gegen Frankreich im Berliner Olympiastadion (übrigens einem klassischen Leichtathletikstadion mit Laufbahn) seinen 4.Weltmeistertitel errang. Sicherlich war dies eine große Genugtuung für die Italiener, die 1990 mit ansehen mussten, wie ihre deutschen ”Legionäre„, also Fußballer wie Lothar Matthäus, Rudi Völler und Andi Brehme, die damals allesamt in Diensten italienischer Vereine standen, (Inter Mailand, AS Rom) im Römer Olympiastadion den Weltpokal mit 1:0 gegen Argentinien gewannen und mit nach Deutschland nahmen.

Unvergessen sind die Bilder, in denen Franz Beckenbauer nach Spielende in Gedanken versunken den Rasen des Römer Olympiastadions abschreitet. Anschließend trat er als Teamchef der Nationalmannschaft zurück. Das Stadion in Rom ist auch ein klassisches Leichtathletikstadion mit Laufbahn. Natürlich verbessert sich die Stimmung durch das ”näher Heranrücken„ der Fans an das Spielfeld. Aber mit dem Umbau vieler deutscher Stadien, wie auch dem alten Volksparkstadion in Hamburg oder dem Müngersdorfer Stadion in Köln verändert sich das Bild des Fußballs. So sind mit dem Auszug des FC Bayern München aus dem Münchner Olympiastadions wie auch durch den Abriss des alten Gelsenkirchener Parkstadions bedeutende Teile deutscher Fußballkultur verloren gegangen.


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