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Datum: 23.09.2017     Serverzeit: 14:41:43     Zeige aktuellste Spieler online: 1 (+298 Gäste)

Moderne WM-Stadien und Fuballstadien


Im Jahr 2001 hatte das alte Gelsenkirchener ”Parkstadion„ ausgedient. Das weitlufige Rund mit seiner Laufbahn, das einstmals ber 70.000 Schalker Zuschauern Platz bot, passte nicht mehr in die moderne Fuballzeit des 21. Jahrhunderts. Die englische Stadionbauweise, die sich durch hohe Tribnen, die bis an den Spielfeldrand reichen auszeichnet, hat sich durchgesetzt und ist auch in Deutschland populr geworden. So wurde das ehrwrdige Parkstadion durch die moderne ”Arena auf Schalke„ ersetzt, ein Stadion, in dem die Fans ei Heimspielen mit bis zu 61.673 anderen Zuschauern Siege von Schalke 04 feiern knnen.

Auch die Mnchner Bayern waren nicht mehr einem der schnsten deutschen Stadien, dem Mnchner Olympiastadion zufrieden, einer historischer Spielstdte, die 1974 zu den Olympischen Spielen in Mnchen bezugsfertig wurde. Wer kennt es nicht, das charakteristische Glasdach, das sich sthetisch vom Olympiadorf kommend ber das Olympiastadion wlbt? Es nutzte nichts, der FC Bayern Mnchen ist nunmehr in ein reines Fuballstadion, die Allianz Arena, in den Mnchner Norden umgezogen. Paradoxerweise beklagen sich manche Fans in Mnchen ber die schlechte Stimmung in der Arena, die aufgrund ihrer geschlossenen Bauart eigentlich die allerbeste Akustik bieten sollte. Die nachteilige Akustik des Leichtathletikstadions war eine der Hauptkritikpunkte am ”alten Olympiastadion„

Auch als reines Fuballstadion bekannt ist das Dortmunder Westfalenstadion, dass von Anfang an keine Laufbahn hatte und schon in den frhen siebziger Jahren in ”moderner Bauweise„ zur Fuballweltmeisterschaft in Deutschland, 1974, errichtet wurde. Das Westfalenstadion hatte anfangs eine Kapazitt von 54.000 Zuschauern, die sich zwischenzeitlich auf 45.000 verringerte. In mehreren Ausbaustufen entwickelte Borussia Dormund bis zum Jahre 2003 das Westfalenstadion, das mittlerweile Signal Iduna Park heit, zum grten deutschen Fuballstadion mit einem Fassungsvermgen von bis zu 83.000 Pltzen. Bekanntlich wurde Deutschland im Jahre 1974 unter Bundestrainer Helmut Schn zum 2.Mal Weltmeister. Der Bauanlass des Stadions htte also nicht schner fr die deutsche Fuballnation gekrnt werden knnen, als mit der ”Copa Mundial„, der Weltmeistertrophe. Im Weltmeisterteam von 74 spielten bekannte Gren wie Sepp Maier, Franz Beckenbauer oder auch der sptere Bundestrainer Berti Vogts, der als Trainer 1996 Europameister mit Deutschland wurde. Leader der Europameisterschaftsmannschaft von 94 war Matthias Sammer, alias ”Firehead„.

Der Weltmeistertitel von damals blieb anderen Nachfolgern verwehrt. Jupp Derwall scheitere 1982 im WM Finale mit 3:1 gegen Italien, ebenso wie ihm, blieb auch Jrgen Klinsmann diese Titelehre verwehrt, der als Bundestrainer bei der WM-2006 in Deutschland antrat, um die Kicker mit dem Bundesadler auf der Brust nach dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft 2002 in Korea und Japan, wieder zum Weltmeister zu machen. Im Traumsommer der WM 2006 scheiterte er im Halbfinale ebenfalls gegen Italien und schied in der Verlngerung unglcklich aus. Das Endspiel fand ohne deutsche Beteiligung im Olympiastadion von Berlin statt. Weltmeister wurde bekanntlich Italien, das durch seinen 1:0 Sieg gegen Frankreich im Berliner Olympiastadion (brigens einem klassischen Leichtathletikstadion mit Laufbahn) seinen 4.Weltmeistertitel errang. Sicherlich war dies eine groe Genugtuung fr die Italiener, die 1990 mit ansehen mussten, wie ihre deutschen ”Legionre„, also Fuballer wie Lothar Matthus, Rudi Vller und Andi Brehme, die damals allesamt in Diensten italienischer Vereine standen, (Inter Mailand, AS Rom) im Rmer Olympiastadion den Weltpokal mit 1:0 gegen Argentinien gewannen und mit nach Deutschland nahmen.

Unvergessen sind die Bilder, in denen Franz Beckenbauer nach Spielende in Gedanken versunken den Rasen des Rmer Olympiastadions abschreitet. Anschlieend trat er als Teamchef der Nationalmannschaft zurck. Das Stadion in Rom ist auch ein klassisches Leichtathletikstadion mit Laufbahn. Natrlich verbessert sich die Stimmung durch das ”nher Heranrcken„ der Fans an das Spielfeld. Aber mit dem Umbau vieler deutscher Stadien, wie auch dem alten Volksparkstadion in Hamburg oder dem Mngersdorfer Stadion in Kln verndert sich das Bild des Fuballs. So sind mit dem Auszug des FC Bayern Mnchen aus dem Mnchner Olympiastadions wie auch durch den Abriss des alten Gelsenkirchener Parkstadions bedeutende Teile deutscher Fuballkultur verloren gegangen.


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